Leistungstest für alle Teilnehmer des wöchentlichen Fördertrainings der ArminEck-Fußballschule



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AEFS-Spieler des wöchentlichen Fördertrainings nehmen an wissenschaftlicher Untersuchung von Prof. Dr. Ralf Sygusch und Dr. Susanne Tittelbach teil:

„Motorische und psychosoziale Entwicklung von Kindern und Jugendlichen im Sport“

Sport ist nicht gleich Sport: Vor dem Hintergrund der unterschiedlichen motorischen und psychosozialen Anforderungen, die unterschiedliche Sportarten sowie unterschiedliche Sportsettings (insbesondere Sportverein, Sportunterricht, kommerzielle Anbieter) beinhalten, sind auch unterschiedliche Entwicklungseinflüsse zu erwarten.

Bei kommerziellen Anbietern (z.B. Fußballschulen, Reitschulen, Kindersportschulen) dürfte eine hohe – weil freiwillige – Lernbereitschaft der Kinder und Jugendlichen sowie eine höhere sportartspezifische Professionalisierung der Trainer vorzufinden sein, von der ein Einfluss auf die Lern- bzw. Trainingssituation angenommen werden kann. Bislang nehmen vorliegende Studien eine sportartspezifische oder settingbezogene Differenzierung jedoch kaum oder gar nicht vor, so dass vielfach eher allgemeine Zusammenhänge von Sport und motorischer bzw. psychosozialer Entwicklung untersucht werden, die der höchst differenzierten sportlichen Wirklichkeit nur unzureichend gerecht werden.

Vor diesem Hintergrund ist eine Langzeitstudie in Zusammenarbeit mit Sportvereinen, Schulen und kommerziellen Anbietern geplant. Die gegenwärtige Pilotphase bezieht sich vornehmlich auf die Sportart Fußball in Vereinen und bei einem kommerziellen Anbieter. Ziel ist es, den motorischen und psychosozialen Entwicklungsverlauf junger Sportler/innen über Jahre nachzuvollziehen und den potenziellen Einfluss von Sportarten und Sportsettings zu identifizieren.

Die zentrale Frage lautet: Welchen Einfluss haben unterschiedliche sportliche Anforderungen und Bedingungen auf die motorische und psychosoziale Entwicklung von Kindern und Jugendlichen?
Dazu werden die Sportler/innen hinsichtlich ihrer motorischen Leistungsfähigkeit, sportartspezifischer Fertigkeiten sowie psychosozialer Ressourcen längsschnittlich (3x im Jahr) getestet. Zum Einsatz kommen motorische Tests (Deutscher Motorik Test), fußballspezifische Testverfahren aus dem Talentförderprogramm des DFB sowie Persönlichkeitsinventare zur Erfassung von Selbstkonzept, Selbstwirksamkeit und sozialen Kompetenzen (Fragebogen). Die erste Welle der Datenerhebung wurde bereits durchlaufen, die 2. Datenerhebung findet im April 2013 statt.


Die Befunde dieses Projekts sollen einerseits zum wissenschaftlichen Erkenntnisgewinn beitragen. Darüber hinaus sollen die gruppenbezogenen Befunde den Trainer/innen Rückmeldung über den Leistungsstand und die Entwicklung ihrer Sportler/innen ermöglichen. Individuelle Befunde sollen den einzelnen Sportler/innen Rückmeldung über ihren eigenen Leistungsstand und dessen Entwicklung bieten.

Fotos vom Ersten Test: